Lackiertechnik

Pulverbeschichtung von Holz und Holzwerkstoffen

Ausgehend von eigens für diesen Zweck entwickelten Niedrigtemperatur-Pulverlacken wurden die Möglichkeiten des Pulverlackauftrags untersucht. Zwar konnten die Qualitätsstandards für hochwertige Wohnmöbel noch nicht erreicht werden; die Ergebnisse lassen jedoch erwarten, dass in Kürze ein leistungsfähiges Lackierverfahren entwickelt werden kann.

 

Zusammenfassung

Damit zukünftig umweltgefährdende Emissionen aus Lackieranlagen reduziert werden können, ist die Entwicklung technologischer Alternativen insbesondere auf dem Gebiet der Oberflächenbeschichtung von Holz und Holzwerkstoffen von großer Bedeutung.

 

Die Pulverlackierung ist hierfür besonders geeignet und umweltschonend, weil keine Lösungsmittelemissionen entstehen, keine Lackschlämme entsorgt werden müssen und überschüssiges Pulver (Overspray) wieder in den Prozess zurückgeführt werden kann.

 

Zielsetzung dieses Projekts war die Entwicklung geeigneter Niedrigtemperatur-Pulverlacke für die Grundbeschichtung und die Decklackierung von Holzwerkstoffen. Schwerpunktmäßig wurden die folgenden Aufgabenstellungen bearbeitet:

Formulierung einer praxisgerechten Epoxydharzgrundierung.

Ermittlung eines geeigneten Bindemittelsystems für den Pulverdecklack.

Festlegung der Parameter für die Fertigung (Untersuchung und Festlegung der Applikationsdaten, Prüfung und Bewertung der Systeme).

 

Ergebnisse:

  • Die Applikationsmöglichkeiten von Pulverlacken auf Holz- und Holzwerkstoff-Oberflächen konnten im Verlauf des Projekts erheblich weiterentwickelt werden.
  • Für Holz besonders sinnvoll erscheinen offenporige Dünnschichten. Es gelang allerdings nicht, sie zu realisieren.
  • Die erzielte Oberflächenqualität erlaubt den Einsatz für Spezialanwendungen wie zum Beispiel Badezimmer- und Küchenmöbelbeschichtungen.

Weitere Projektdaten

Projekttitel: Pulverbeschichtung von Holz und Holzwerkstoffen

Projektnummer: 01RV9623/2

Projektzeitraum: 1997 - 1999

Projektort: Deutschland (Nordrhein-Westfalen)

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Quelle: Technische Informationsbibliothek Hannover (TIB)