Bodensanierung

In-situ-Immobilisierung von Arsenverbindungen im wassergesättigten Bereich

Das entwickelte Sanierungsverfahren eignet sich in der Praxis vorzugsweise für die Dekontamination kleiner Flächen. Hierbei wirkt Eisenhydroxid als Immobilisierungsreagenz. Des weiteren zeigten Versuche, dass die Funnel-and-Gate-Technik eine praktikable Alternative zu den bisher üblichen Sicherungsmaßnahmen darstellt.

 

Zusammenfassung

Der Einsatz von Arsen-Verbindungen führte vielfach zur Kontamination der Böden. Aufgrund der Toxizität und Kanzerogenität von Arsen besteht dringender Sanierungsbedarf, wenn die bestehenden Grenzwerte im Boden überschritten werden.

Im Rahmen dieses Projektes wurde ein in-situ-Verfahren zur Sicherung arsenhaltiger Altlasten entwickelt, bei dem die Immobilisierung durch Dosierung geeigneter Immobilisierungsreagenzien in den wassergesättigten Untergrund erfolgt. 

Zusätzlich wurde der Einsatz von permeablen Reaktionswänden (Funnel-and-Gate-Technik) als Sanierungsmöglichkeit getestet.

Ergebnisse:

  • In Batch- und Säulenversuchen wurde der Einsatz der Immobilisierungsreagenzien Aluminiumhydroxid-Al(OH)3 und Eisenhydroxid Fe(OH)3 quantifiziert und die Qualität der Immobilisierung bewertet. Fe(OH)3 erwies sich als effektiver.
  • Das in-situ-Immobilisierungsverfahren mit Fe(OH)3 besitzt jedoch klare technische Grenzen, ist relativ teuer und daher in der Praxis nur für kleine Sanierungsflächen geeignet sowie da, wo schnell greifende Maßnahmen erforderlich sind. Weil das Arsen im Untergrund verbleibt und zusätzliche Chemikalien eingetragen werden, ist mit Akzeptanzproblemen zu rechnen.
  • Aufgrund der starken Remobilisierung von Arsen kann die Sanierung eines Grundwasserschadens mit Fe(OH)3-Grobsand-reaktionswänden für die Praxis nicht empfohlen werden. Geeignet erwiesen sich hier Reaktionswände mit dem Adsorberharz Ratio®Pur. Damit wurden über 95% der Arsenate immobilisiert; die Remobilisierung war gering und die Stabilität der Arsen-Immobilisierung ausreichend.

Weitere Projektdaten

Projekttitel:  Verbundvorhaben: Sanierungstechnologien für anorganische Schadstoffe im Untergrund. TV 2: In-situ-Immobilisierung von Arsenverbindungen im wassergesättigten Bereich

Projektnummer: 0271088

Aktenzeichen: Text

Projektzeitraum: 1998 - 2001

Projektort: Deutschland (Baden-Württemberg

Projektansprechpartner:

Herr Prof. Dr. Frimmel

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Publikation ansehen

Quelle: Technische Informationsbibliothek Hannover (TIB)