Grundwassersanierung

Eliminierung von leichtflüchtigen chlorierten, aromatischen und chloraromatischen Kohlenwasserstoffen durch Adsorption und Abbau auf Aktivkohle bei der In-situ-Sanierung durch passive Systeme

Ein kombinierter Prozess aus Adsorption und simultaner Bioregeneration lässt sich durch geregelte Dosierung von Auxiliarsubstrat, Wasserstoffperoxid und Nitrat wirksam steuern. Das Ergebnis ist ein Verfahren, das bei erhöhter Standzeit der Aktivkohle über längere Zeiträume hinweg stabil betrieben werden kann.

 

Zusammenfassung

An vielen ehemaligen Industriestandorten ist das Grundwasser mit einem Gemisch unterschiedlicher Schadstoffe belastet. Das Verbundvorhaben SAFIRA hat das Ziel, die erforderlichen Technologien und Methoden zu entwickeln, um modellhaft an einem realen Standort den Einsatz von In-situ-Reaktionsverfahren zur Grundwassersanierung zu demonstrieren. 

Als Modellregion wurde der Standort Bitterfeld ausgewählt, wo eine komplexe Mischkontamination aus leichtflüchtigen chlorierten, aromatischen und chloraromatischen Kohlenwasserstoffen vorliegt.

Im Rahmen dieses Teilvorhabens wurde eine zweistufige biologisch aktive Abstrombarriere in der Verfahrenskombination von Adsorption und mikrobiellem Schadstoffabbau auf Aktivkohle entwickelt. Dadurch sollte eine hohe Standzeit der Aktivkohle und eine kleinräumige Akkumulation der Schadstoffe erreicht werden. Die Untersuchungen dazu wurden in Batch- und Laborsäulenversuchen sowie in situ in einer 50-Liter-Säule vorgenommen.

Ergebnisse:

  • Die Versuche zeigten, dass durch die Kombination von Adsorption und biologischem Abbau eine simultane Bioregeneration der schadstoffbeladenen Aktivkohle auch über längere Zeiträume hinweg möglich ist.
  • Gegenüber einem rein adsorptiv betriebenen System erreicht die Aktivkohle in diesem Verfahren eine wesentlich längere Standzeit.
  • Durch eine geregelte Dosierung von Auxiliarsubstrat, Wasserstoffperoxid und Nitrat ist eine effektive Steuerung der Prozesse möglich.

Weitere Projektdaten

Projekttitel: Sanierungsforschung in regional kontaminierten Aquiferen: Eliminierung von leichtflüchtigen chlorierten, aromatischen und chloraromatischen Kohlenwasserstoffen durch Adsorption und Abbau auf Aktivkohle bei der In-situ-Sanierung durch passive Systeme

Projektnummer: 02WT9937/7

Projektzeitraum: 1999 - 2002

Projektort: Deutschland (Sachsen)

Projektansprechpartner:

Herr Prof. Dr. rer. nat. Dr. h.c. Werner

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Quelle: Technische Informationsbibliothek Hannover (TIB)