Bauen & Gebäude, allgemein

Beurteilung der Hemmnisse und Möglichkeiten von Stoffkreisläufen auf dem Gebiet des Bauwesens

Der verstärkte Einsatz nachwachsender Rohstoffe im Bauwesen ist ohne Einschränkung machbar und mit ökologischen Vorteilen verbunden. Als wesentlichste Hemmfaktoren gelten derzeit die Wissens- und Informationsdefizite, Kommunikations- und Koordinationsmängel sowie die geringe Akzeptanz und das schlechte Image nachwachsender Rohstoffe.

 

Zusammenfassung

Vor dem Hintergrund einer öffentlichen und politischen Nachhaltigkeitsdebatte und möglicher ökonomischer Vorteile für Land- und Forstwirtschaft war es Ziel des Projektes, in einem Netzwerk aus Wissenschaft, Handwerk und regionalen Praxispartnern die Potenziale von nachwachsenden Rohstoffen beim Hausbau zu untersuchen.

 

Die Beurteilung und Bewertung erfolgte anhand eines von einer Architektin entworfenen Einfamilienhauses als Doppelhaushälfte, dessen Entwurf auf Teilen von auf dem Markt erhältlichen Standardhäusern beruhte.

 

Anhand der Komponenten erneuerbare Energien, Treibhauseffekt, Versauerung und Eutrophierung wurde eine Ökobilanz (Anbau bis Endverarbeitung) erstellt.

 

Ergebnisse:

  • Das Ergebnis macht deutlich, dass ein Maximalhaus aus regional erzeugten nachwachsenden Rohstoffen (80% Materialanteil) zu einer Ökologisierung des Hausbaus beiträgt.
  • Entscheidende Hemmnisfaktoren bilden ein Mangel an Know-how im Umgang und beim Einsatz der nachwachsenden Rohstoffe sowie fehlende Informationsstellen.
  • Nachwachsende Rohstoffe können im Bauwesen weit stärker als bisher eingesetzt werden, womit auch ein Beitrag zum nachhaltigen Handeln verbunden ist.

Projektbeteiligte

Durchführende Institution

Institut für umweltgerechte Landbewirtschaftung Müllheim (IfUL)

Kooperationspartner

ZukunftsWirkstatt/CON ECO, Staufen

Architekturbüro Doris Flügel

Umweltzentrum für Handwerk & Mittelstand e.V., Freiburg

Industrie- und Handelskammer (IHK) Südlicher Oberrhein

Institut für Baurecht e.V., Freiburg

Volker Dobslaw GmbH, Buggingen

SchwörerHaus KG, Hohenstein-Oberstetten

PE Europe/IKP, Leinfelden-Echterdingen

ifeu - Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH

Ökohaus Ibach, Löfflingen

Weitere Projektdaten

Projekttitel: Maximale Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen zur Förderung regionaler Stoffkreisläufe: Beurteilung der Hemmnisse und Möglichkeiten auf dem Gebiet des Bauwesens

Projektnummer: 07REG11/9

Projektzeitraum: 1999 - 2001

Projektort: Deutschland (Baden-Württemberg)

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Quelle: Technische Informationsbibliothek Hannover (TIB)