Holzbau

Entwicklung vorgefertigter Massivholzwände mit integrierter Haustechnik für den Hausbau

Inhalt des Projektes ist es, Haustechnik in Massivholzwände zu integrieren und damit den Vorfertigungsanteil beim Hausbau zu erhöhen. Dazu eigenet sich Brettstapelholz-Technologie (BST). Mit dieer Technik sind vergleichsweise geringe Umweltbelastungen und eine gute Wiederverwendbarkeit verbunden. Darüber hinaus ist die Prozesskette von der Planung bis zur Herstellung durchgängig computergestützt realisierbar. 

 

Zusammenfassung

Obwohl sich im innovativen Hausbau viele Änderungen vollziehen, wurde bislang oft keine Optimierung der Bauweise aufgrund einer ökonomischen und ökologischen Lebenszyklus-Gesamtkostenrechnung angestrebt. So kann die Produktion der Gebäude heute zwar mit modernen CNC-Maschinen (Computerized Numerical Control) innerhalb weniger Stunden erfolgen, bei der Haustechnik-Installation haben diese Änderungen jedoch noch kaum Einzug gehalten. Zur Erhöhung des Vorfertigungsanteils eignet sich etwa die Brettstapelholz-Technologie (BST), bei der Brettware durch Nageln oder Dübeln zu Vollholz-Elementen zusammengefügt wird.

Ziel des Gesamtvorhabens ist das Entwickeln und Umsetzen einer offenen Systemlösung für Unikate im Wohnungsbau auf Basis der innovativen BST-Massivholztechnologie. Innerhalb des Teilvorhabens soll eine gezielte Vorplanung und Erhöhung des Vorfertigungsgrades der Massivholzelemente, in denen die Haustechnik bereits integriert ist, die Gesamtkomplexität auf der Baustelle reduzieren. Mit dieser Technik lassen sich geringe Umweltbelastungen und eine bessere Wiederverwerbarkeit der Elemente nach dem Ende ihres Lebenszyklus erreichen.

 

Ergebnisse:

  • Eine durchgängige CAD-CAM-CNC-Kette (CAD: computer aided design, CAM: computer-aided manufacturing) von der Planung bis zur Herstellung der Massivholzwände mit integrierter Haustechnik ist möglich.
  • Das Produktmodell führt automatisch eine Lebenszykluskosten- und Energiebedarfsberechnung über Element- und Bauleistungskataloge durch.
  • Die CAD-CNC Kopplung ermöglicht die Übertragung der Architektendaten auf die CNC-Bearbeitungsanlage, welche die Haustechnikverteilungen in die Massivholzelemente einfräst.
  • Es ist nun möglich, Fertighauselemente mit integrierten Haustechnikverteilungen in „Möbelqualität" auf die Baustelle zu liefern.
  • Das Gebäude wird im Hinblick auf seinen Lebenszyklus geplant und gefertigt, d. h. Unterhalt, Erneuerung und Rückbau werden berücksichtigt.
  • Die innovative BST kann theoretisch bei 40-50 % aller Bauvorhaben eingesetzt werden.

Projektbeteiligte

Durchführende Institution

Merkle GmbH

Weitere Projektdaten

Projekttitel: Verbundprojekt: Lebenszyklus optimierte Systemlösung für verdichteten Wohnungsbau mit Massivholztechnologie (BASYS) - Teilvorhaben: Systementwicklung Tragwerk, CAD-CAM-CNC-Verknüpfung, Fertigungs- und Montageplanung, Demonstrationsobjekt

Projektnummer: 19W0032C

Projektzeitraum: 2000 - 2002

Projektort: Deutschland (Baden-Württemberg)

Projektansprechpartner:

Herr Merkle

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Quelle: Technische Informationsbibliothek Hannover (TIB)