Lüftungstechnik

Verbesserung eines entwickelten Luftqualitätssensors durch Feldversuche

Ziel des Projektes ist die Reduzierung des Energieeinsatzes raumlufttechnischer Anlagen durch eine an die Luftqualität angepasste Betriebsweise mit Hilfe von Luftqualitätssensoren. Dazu optimieren die Durchführenden im Rahmen von Feldversuchen die Sensoreigenschaften des bereits entwickelten Luftqualitätssensors und verbessern die Regelungstechnik. 

 

Zusammenfassung

Ein behagliches Raumklima und eine angemessene Raumluftqualität bei deutlich reduziertem Energieeinsatz zu gewährleisten, kann durch den Einsatz von Luftqualitätssensoren realisiert werden. Diese dienen zur Erfassung der im Raum vorhandenen Luftkomponenten und tragen zu einer bedarfsgerechten Optimierung des Klimatisierungssystems bei.

In dem vorliegenden Teilvorhaben wurde der im „Luqas“-Verbundprojekt entwickelte Luftqualitätssensor auf sein Vermögen geprüft, einzelne Komponenten der Innenraumluft quantitativ zu erfassen. Hierzu wurden die sieben Leitgase CO2, CO, NH3, Aceton, VOC und Wasserdampf als Qualitätsmerkmale und als Indikatoren für verschiedene relevante Emittenten in Innenräumen gewählt.

Gewisse Schwachstellen wie etwa Schwankungen des Messsignals bei variierender Luftfeuchtigkeit und wechselnder Strömungsgeschwindigkeit sollten behoben werden. Darüber hinaus wollte man durch die Verknüpfung von in allen durchströmten Bereichen platzierten Luftqualitätssensoren mit den jeweiligen Motoren ein Regelungssystem schaffen, dass die Innenraumqualität und den Energiebedarf weiterhin optimiert.

 

Ergebnisse:

  • Die Sensoren der dritten Generation reagierten im Gegensatz zu ihren Vorgängern unempfindlich auf Änderungen in der Raumluftfeuchte und -temperatur.
  • Die Anströmgeschwindigkeit der Raumluft, der Zuluft oder der Abluft beeinflusste das Ausgangssignal des Sensors nicht mehr. Der Sensor kann also in jedem durchströmten Bereich, also sowohl unter turbulenten Luftströmungen als auch in einer turbulenzarmen Strömung, eingesetzt werden.
  • Sensoren der fünften Generation können selbst in Kanälen mit geringem Rohrdurchmesser problemlos installiert werden.
  • Bei gleicher Belastung sind sowohl die absoluten, als auch die prozentual auf die Ausgangssignale bezogenen Signaländerungen gleich.
  • Die Sensoren reagieren sehr schnell auf Änderungen der Konzentrationen.

Projektbeteiligte

Durchführende Institution

Caverion Deutschland GmbH, Krantz Komponenten

Kooperationspartner

UST Umweltsensortechnik GmbH

Universität Essen, Institut für Thermodynamik und Klimatechnik (IATK)

Eurem GmbH

ETR Elektronik Technologie Rump GmbH  

Weitere Projektdaten

Projekttitel: Energietechnische Optimierung: Verbundprojekt Luftqualitätssensorentwicklung (LUQAS) - Teilprojekt 4: Integration in die HLK-Technik/Feldversuch

Projektnummer0329795D

Projektzeitraum: 1997 - 2001

Projektort: Deutschland (Nordrhein-Westfalen)

Projektansprechpartner:

Herr Dipl. Ing. Wetzel

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Quelle: Technische Informationsbibliothek Hannover (TIB)