Elektro & Elektronik

Energieeffizienz von elektrischen Antrieben für Haushaltsgeräte

Ziel des Projektes der Technischen Universität München ist es, das Energieeinspar-Potenzial elektrischer Kleinantriebe in Hausgeräten aufzuzeigen. Mit Hilfe von Gerätebestandsdaten und des Nutzerverhaltens soll ein bundesweites Einsparpotenzial berechnet und dargestellt werden. 

 

Zusammenfassung

Das Energieeinspar-Potenzial durch die Vermeidung unnötig hoher Verluste bei den elektrischen Kleinantrieben ist mindestens so groß wie beim vieldiskutierten Stand-by-Betrieb. Dennoch ist ein öffentliches Bewusstsein darüber kaum vorhanden.

Ziel des Projektes ist es, das energetische Effizienzpotenzial elektrischer Kleinantriebe im realen Einsatz in verschiedenen Gerätegruppen (Kühl- und Gefriergeräte, Waschmaschinen, Wäschetrockner, Geschirrspüler) aufzuzeigen. Als Prüflinge wurden Neugeräte mit technischen Standardlösungen, mit technischen Besonderheiten und besonders preisgünstige Geräte ausgewählt.

Zur Klärung realistischer Einsparpotenziale haben die Projektpartner eine Kombination aus elektrischer Lastgangmessung beim Geräteeinsatz und Prüfstandsversuchen zur Untersuchung des Betriebsverhaltens der eingesetzten Motortypen angewandt. In den daraus abgeleiteten Optimierungsvorschlägen wurde versucht, den Nutzungsgrad der Antriebe zu verbessern und Einsparpotenziale zu ermitteln.

 

Ergebnisse:

  • Insgesamt ist ein Einsparpotenzial von rund 8,2 TWh/a bei elektrischen Kleinantrieben vorhanden. Ein Großteil davon ist durch eine angepasste Dimensionierung der Antriebe bereits in der Konstruktionsphase des Gerätes zu realisieren.
  • Das größte absolute Einsparpotenzial dieser Untersuchung besteht mit 5,4 TWh auf dem Gebiet der Kühl- und Gefriergeräte. Es konnte gezeigt werden, dass Kondensatormotoren mit 70 % Spitzenwirkungsgrad in ungünstigen Fällen mit einem  Nutzungsgrad von lediglich 25 % betrieben werden.
  • Bei den Wäschetrocknern und Geschirrspülern konnten durch die Vermeidung von Fehlanpassungen und dem Einsatz von Kondensatormotoren mit gutem Spitzenwirkungsgrad Einsparmöglichkeiten von bis zu 66 % nachgewiesen werden.
  • Bei den in Waschmaschinen befindlichen Universalmotoren ergab der Einsatz eines Gleichrichters einen zum Teil mehr als verdoppelten Motorwirkungsgrad bei langsamer Motordrehzahl im Waschbetrieb.

Weitere Projektdaten

Projekttitel: Energieeffizienz von elektrischen Antrieben für Haushaltsgeräte

Projektnummer: 0327224

Projektzeitraum: 1999 - 2001

Projektort: Deutschland (Bayern)

Projektansprechpartner:

Herr Prof. Wagner

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Quelle: Technische Informationsbibliothek Hannover (TIB)