Kunststoffe

Transportbehältnisse aus PET-Abfällen

Ziel des Projekts ist, Ansätze für das werkstoffliche Recycling von PET-Mischabfällen aus der Verpackungsindustrie zu entwickeln. Dazu sollen Verfahren zur Verwendung der Mischabfälle zur Herstellung hochwertigem Logistik-Equipment entwickelt werden.

Zusammenfassung

PET-(Polyethylenterephtalat-) Verpackungen für Getränke verfügen mit derzeit jährlich 385.000 t über eine wichtige Marktrolle in Deutschland, wobei ihre Wachstumsraten seit Jahren steigen. Derzeit können jedoch nur rund 200.000 t pro Jahr recycelt werden. Weitere 20.000 - 30.000 t Misch-PET fließen jährlich als Teilstrom in die Mischkunststoff-Fraktion (Restfraktion, welche nach der Aussortierung der stofflich verwertbaren Anteile und Fremdstoffe übrig bleibt). Für stärker verschmutzte und vermischte PET-Abfälle werden rohstoffliche oder energetische Verfahren empfohlen, die jedoch im Vergleich zu werkstofflichen Verwertungsverfahren meist schlechter in der Ressourceneffizienz sind. So war es Ziel des Projektes, neue methodische Ansätze für dessen Recycling zu entwickeln und die Misch-Fraktionen für die Herstellung von hochwertigen Compounds (Verbundstoffe) für technische Anwendungen im Logistiksektor einzusetzen. Bei der Herstellung von Compound bedarf es keiner sortenreinen PET-Abfälle und ermöglicht, die künftig zu erwartenden, höheren Stoffflüsse wirtschaftlich zu verwerten. Eine zur Weiterverarbeitung bisher notwendige Trocknungsphase soll den vorwiegend stattfindenden hydrolytischen Abbau vermeiden, führt bei thermisch empfindlichen Materialien jedoch zu sichtbaren Schädigungen. Um diesen Abbau auch ohne Trocknungsphase vermeiden zu können, wurde ein geeignetes Entgasungskonzept entwickelt sowie die Wirkung dreier Additive untersucht.
Ergebnisse:

  •  Durch kombinierte Verfahren der mechanischen Aufbereitung können vorher werkstofflich nicht verwertbare PET-Abfälle ohne Materialschädigung zu einem Mahlgut für technische Anwendungen aufbereitet werden.
  •  Das PET-Mahlgut wurde während des LogiPET-Verfahrens gut von Metallen und PVC befreit und ist mit einer Reinheit von 98% ausreichend für die Compoundierung geeignet.
  •  Bei dieser Prozesstechnik kann auf die betriebswirtschaftlich und energetisch wenig effiziente Vortrocknung des Materials verzichtet werden.
  •  Durch den Einsatz von Additiven kann die erzielbare Molmasse über das Ausgangsniveau angehoben werden, sodass die Regranulate eine höhere Schlagzähigkeit erreichen.

Weitere Projektdaten

Projekttitel: Verbundprojekt: Hochleistungs-Logistik-Equipment aus PET-Mischfraktion (LogiPET) - Teilvorhaben 3: Erforschung der verfahrenstechnischen Grundlagen für die Eigenschaftsmodellierung von PET-Recyclat

Projektnummer: 0330427

Projektzeitraum: 2002 - 2007

Projektort: Deutschland (Baden-Württemberg)

Projektansprechpartner:

Herr Dr.-Ing. Diemert
+49 721 4640-433

Herr Dr.-Ing. Woidasky
+49 721 4640-367

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Quelle: Technische Informationsbibliothek Hannover (TIB)