Landwirtschaft

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft bildet die oberste Bundesbehörde für die politischen Belange und Ziele der Bundesregierung in den Bereichen Land-, Wald- und Fischereiwirtschaft, Ernährung, Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit. Zugleich setzt sich das BMEL für Perspektiven in den vielen ländlichen Regionen der Bundesrepublik Deutschland wie auch für Tierwohl und die Sicherung der Welternährung ein. Gesundes Essen, sichere und bezahlbare Lebensmittel für alle unterstützt durch klare Verbraucherinformationen, die Erhaltung vitaler, ländlicher Regionen und eine nachhaltige, starke
Land- und Forstwirtschaft sind dabei zentrale Zielstellungen. Durch veränderte Arbeitsschwerpunkte und die Erweiterung der Kompetenzen des Ministeriums ergaben sich im Verlauf der vergangenen Jahrzehnte auch Namensumbenennungen, so trug das Ministerium zeitweise auch die Kürzel BML und BMELV. So hat das BMELV bereits im Jahr 2008 das Thema "Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel" als eines der sieben Hauptziele in die Ressortforschung aufgenommen. Mit seiner Förderung von Forschungsvorhaben, Innovation, neuen Verfahren und Techniken in den zuständigen Politikbereichen orientiert das Ministerium stark auf Themen zur Zukunftssicherung, dazu gehören beispielsweise der Klimaschutz, nachwachsende Rohstoffe und eine nachhaltig stabile Ernährung der Weltbevölkerung.

Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Bodenschutz (LABO)

Die Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Bodenschutz (LABO) ist ein Arbeitsgremium der Umweltministerkonferenz (UMK), in dem die für den Bodenschutz zuständigen obersten Behörden der Länder und des Bundes zusammenarbeiten. Die LABO begleitet die Entwicklung des Bodenschutzes und des Bodenschutzrechts und unterstützt den Erfahrungsaustausch zwischen dem Bund und den Ländern. Die LABO strebt insbesondere einen einheitlichen Vollzug des Bodenschutzrechts an und unterbreitet Vorschläge für eine einheitliche Weiterentwicklung.

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Agrar- und Ernährungswissenschaftliche Fakultät - Institut für Landwirtschaftliche Verfahrenstechnik (ILV)

Die 1665 gegründete Christian-Albrechts-Universität zu Kiel trägt durch Forschung, Lehre und Wissenstransfer zur Lösung der großen Herausforderungen unserer Zeit auf den Gebieten Gesundheit, Umwelt und Kultur im Wandel, Ernährung und Energie bei. Das Institut für Landwirtschaftliche Verfahrenstechnik hat vorrangig die wissenschaftliche Entwicklung, den Aufbau und die Validierung innovativer, problemorientierter verfahrenstechnischer Lösungen für die Bereiche der landwirtschaftlichen und regenerativen Produktion zum Ziel. Aus dieser grundsätzlichen Zielsetzung der wissenschaftlichen Arbeiten am ILV ergeben sich vier wesentliche Forschungsfelder. Im Forschungsfeld Außenwirtschaft liegen die Schwerpunkte im Bereich der Bodenbearbeitungs- und Erntetechnik sowie der online Analyse von Inhaltsstoffen sowie der Technik des "Precision Farming". Im Forschungssegment Innenwirtschaft steht der Bereich der Milchviehhaltung und des maschinellen Milchentzuges sowie der Charakterisierung von Milch und Milchinhaltsstoffen im Mittelpunkt, außerdem gilt dem Precision Livestock Farming besondere Aufmerksamkeit. Im Bereich Regenerative Energien sind die Schwerpunkte mit der Prozesssteuerung von Biogasanlagen und der Ermittlung substratspezifischer Kenn- und Ertragszahlen gesetzt. Zur Aquakultur wird im Bereich der Entwicklung bildanalysegestützter Managementtools geforscht.

Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft e.V. (DLG)

Die DLG eine der vier Spitzenorganisationen der deutschen Agrar-und Ernährungswirtschaft. Die DLG verfolgt das Ziel, wissenschaftliche Erkenntnisse in die Praxis umzusetzen.

Deutscher Bauernverband e.V. (DBV)

Der DBV ist der landwirtschaftliche Spitzenverband der Landwirtschaft in Deutschland und vertritt die agrar-, wirtschafts-, umwelt-, rechts-, steuer-, sozial-, bildungs- und gesellschaftspolitischen Interessen seiner Mitglieder sowie des ländlichen Raumes. Seine Mitglieder sind die Landesbauernverbände und andere führende Organisationen der Land- und Forstwirtschaft sowie ihr nahe stehende Wirtschaftszweige. Über seine Mitgliedschaft in COPA, der Arbeitsgemeinschaft der Bauernverbände in der EU, vertritt der DBV die bäuerlichen Interessen gegenüber den Institutionen der Europäischen Union.

Institut für Technologie- und Ressourcenmanagement in den Tropen und Subtropen (ITT)

Das ITT ist ein Institut für angewandte Forschung und Lehre der Technischen Universität Köln (TU Köln) mit praxisorientierten und ganzheitlichen Forschungsansatz. Hauptsächlich werden biophysikalische, umweltspezifische, ökonomische und soziale Fragestellungen aus Ländern in den Tropen und Subtropen bearbeitet. Das ITT verbindet verschiedene Fachgebiete und Arbeitsmethoden zur Analyse und zur Entwicklung von Lösungen für die Nutzung natürlicher Rohstoffe.

Georg-August-Universität Göttingen, Fakultät für Agrarwissenschaften

Die Universität Göttingen ist eine international renommierte Forschungsuniversität. Gegründet 1737 im Zeitalter der Aufklärung, ist die Universität den Werten der sozialen Verantwortung der Wissenschaft, der Demokratie, der Toleranz und der Gerechtigkeit verpflichtet. Sie bietet ein umfassendes Fächerangebot in 13 Fakultäten: in den Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften sowie in der Medizin. Mit über 30.000 Studierenden und mehr als 210 Studiengängen ist die Universität eine der größten in Deutschland. Die Kernkompetenz der agrawissenschaftlichen Fakultät bilden natur- und gesellschaftswissenschaftlich fundierte, auf Fragen des ländlichen Raums, der Wirtschaftlichkeit, des Qualitäts- und Umweltmanagements sowie der Ernährungssicherung ausgerichtete Analysen der nationalen und internationalen Agrar- und Ernährungswirtschaft. Die Forschungsaktivitäten beziehen sich dabei auf die Lebensmittel-, Rohstoff- und Energieproduktion auf der Ebene der landwirtschaftlichen Betriebe einschließlich der vor- und nachgelagerten Bereiche der Wertschöpfungskette. Die Forschung trägt Aspekten eines angemessenen Ausgleichs zwischen der Produktions-, der Natur- und der Erholungsfunktion des ländlichen Raumes Rechnung.

Institut für Agrar- und Stadtökologische Projekte an der Humboldt-Universität zu Berlin (IASP)

Das Institut für Agrar- und Stadtökologische Projekte an der Humboldt-Universität zu Berlin (IASP) ist eine interdisziplinär aktive Forschungseinrichtung. Im Sinne der Klassifizierung der ostdeutschen Forschungsstrukturen ist das IASP eine gemeinnützige „externe Industrieforschungseinrichtung“ und versteht sich als wissenschaftlicher Partner für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), insbesondere für solche ohne eigene Forschungskapazitäten. Es ist darüber hinaus Partner für zahlreiche Institute von Universitäten und wissenschaftlichen Einrichtungen des In- und Auslandes und erfüllt damit eine Brückenfunktion an der Schnittstelle zwischen universitärer Forschung einerseits und gesellschaftlicher bzw. unternehmerischer Anwendung andererseits. Eine besondere Kompetenz besitzt das IASP im Aufbau und Management von internationalen und nationalen Forschungsnetzwerken. Im internationalen Maßstab ist das Institut z. B. Koordinator des Europäisch-Lateinamerikanischen Zentrums für Logistik und ökologische Projekte (CELALE), auf nationaler Ebene koordiniert das IASP verschiedene Verbundprojekte.

Johann Heinrich von Thünen-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei - Institut für Holzforschung

Das Johann Heinrich von Thünen-Institut (kurz: Thünen-Institut) wurde 2008 als Bundesforschungsinstitut im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) aus drei Vorgängereinrichtungen gegründet. Sein Hauptsitz ist Braunschweig. Das Institut sieht sich in der Verpflichtung die drei Dimensionen Ökonomie, Ökologie und Technologie (Mensch, Natur, Technik) zusammenzuführen und seine Kompetenzen dafür einzusetzen, unter dem Motto „Felder, Wälder, Meere – Lebensgrundlagen gestalten“ Wege für eine nachhaltige Nutzung dieser natürlichen Ressourcen zu entwickeln. Die Hauptaufgabe am Thünen-Institut besteht darin, an der Schnittstelle von Wissenschaft und Politik den Erkenntnisfortschritt zu verdichten und durch eigene Forschung zu ergänzen, um eine optimale Grundlage für politisches Handeln zu schaffen. Dazu entwickelt es Konzepte für eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Agrarwirtschaft, Fischerei sowie Forst- und Holzwirtschaft. Durch sein Handeln trägt es dazu bei, spezifische Probleme ländlicher Regionen zu lösen. Um ausreichende Datengrundlagen zu schaffen, führt das Thünen-Institut auch Monitoring-Tätigkeiten durch, häufig eingebunden in internationale Netzwerke. Auch die Vertretung Deutschlands in internationalen Fachgremien nimmt in der Arbeit des Thünen-Instituts immer größeren Raum ein. Insgesamt sind derzeit 15 Fachinstitute am Thünen-Institut vertreten, dazu zählt auch das Institut für Holzforschung welches sich den Themen Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz, Produktqualität und Innovation bei der Waldbewirtschaftung und Verwendung des nachwachsenden Rohstoffs Holz widmet.

Julius Kühn-Institut - Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen (JKI)

Das Julius Kühn-Institut (JKI) ist das Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen in Deutschland und eine selbständige Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Das JKI ist für das Schutzziel "Kulturpflanze" in seiner Gesamtheit zuständig. Diese Zuständigkeit umfasst die Bereiche Pflanzengenetik, Pflanzenbau, Pflanzenernährung und Bodenkunde sowie Pflanzenschutz und Pflanzengesundheit. Damit kann das JKI ganzheitliche Konzepte für den gesamten Pflanzenbau, für die Pflanzenproduktion bis hin zur Pflanzenpflege entwickeln. Das JKI untersucht die Folgen der Klimaänderung auf den Pflanzenbau und erarbeitet pflanzenbaulicher Strategien unter veränderten Klima- und Anbaubedingungen. Es ist Herausgeber der Online-Datenbank Klimawandel und Pflanzenschutz (KLIMAPS).

KATALYSE Institut für angewandte Umweltforschung

KATALYSE, das Kölner Institut für angewandte Umweltforschung, ist eines der ersten unabhängigen Umweltinstitute Deutschlands. Seit 1978 engagieren sich Wissenschaftler aus verschiedenen Fachrichtungen für den Schutz von Umwelt und Gesundheit sowie für eine nachhaltige Entwicklung in Nord und Süd. Im Mittelpunkt des Arbeitsfeldes Bauen und Wohnen stehen die Entwicklung und der Einsatz energie- und ressourcenschonender, umwelt- und gesundheitsverträglicher Baumaterialien und Bauweisen.

Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Institut für Nutzpflanzenwissenschaften und Ressourcenschutz (INRES)

Die Universität Bonn zählt zu den Exzellenzuniversitäten in Deutschland und nimmt aufgrund der Zahl ihrer Exzellenzcluster hier sogar eine Einzelstellung ein. Die Universität kann auf eine 200-jährige Geschichte zurückblicken, in der sie herausragende Forschung in einer Reihe von Disziplinen mit forschungsorientierter Lehre verbindet. Die wissenschaftliche Einrichtung hat bereits mehr Nobelpreisträger und Fields-Medaillengewinner hervorgebracht als jede andere deutsche Universität bisher. Rund 35.000 Studierende studieren hier in etwa 200 verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen und Studiengängen. Das Institut für Nutzpflanzenwissenschaften und Ressourcenschutz wurde im Oktober 2005 durch den Zusammenschluss verschiedener bisher getrennter Institute gegründet, um Forschung und Lehre auf dem Gebiet des Pflanzenbaus und des Ressourcenschutzes zu koordinieren. Das Institut deckt ein breites Spektrum an Forschungsgebieten ab, darunter Bodenkunde, Mikrobiologie, Pflanzenpathologie, molekularphysiologische Grundlagen der Stressresistenz, funktionelle Genomanalysen, Pflanzenzüchtung und Pflanzenbau. Es betreibt hervorragend ausgestattete Labore, die Serviceplattform für Pflanzenexperimente sowie die beiden Außenstellen "Wiesengut" und "Campus Klein-Altendorf" als Infrastruktur zur Unterstützung von Forschung und Lehre. Die große Bandbreite der Forschungsthemen zwischen Ertragsmaximierung und Minimierung des Ressourcenverbrauchs spiegelt sich auch in der Lehre in den verschiedenen Studiengängen wider, wie z.B. in den Bachelor-Studiengängen "Agrarwissenschaften" und "Science Nutrition and Food Science", sowie in mehreren Master-Studiengängen.

Verband der Landwirtschaftskammern e.V. (VLK)

Im Verband der Landwirtschaftskammern sind die Landwirtschaftskammern und die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft sowie der Bayerische Bauernverband zusammengeschlossen. In den Fachausschüssen und Arbeitskreisen des VLK werden u.a. umweltrelevante Stellungnahmen erarbeitet, die dann in den jeweiligen Ländern in die Ausgestaltung der politischen Vorgaben der EU und des Bundes einfließen.