Abfallvermeidung & Recycling

Untersuchung einer integrierten Systembauweise und eines innovativen Fugenkonzepts für Fertighäuser

Das Forschungsvorhaben untersucht eine integrierte Systembauweise für Fertighäuser. Es entwickelt Sandwichwände und ein Fugenkonzept und prüft die Optimierung der Montageabläufe sowie auf bauphysikalische Anforderungen. Ein wichtiges Ziel des entwickelten Fugenkonzepts ist es, den Rückbau zu erleichtern und so eine größere Ressourceneffizienz zu erzielen.

 

Zusammenfassung

Im Forschungsvorhaben „Homes“ wurde eine integrierte Systembauweise auf Basis des Schnellbindersystems munitec entwickelt. Bei dieser Bauweise werden Bauteile kraftschlüssig miteinander verbunden und Medienleitungen für Wasser oder Strom schon bei dem Bau der Systemelemente konzipiert. Damit entfällt ein Ausbau nach dem Rohbau. Im Fokus des Projekts steht die Entwicklung eines Fugenabschlusses durch eine Trockenfuge:  Durch die bislang übliche Mörtelfuge, mit der eine lineare Kraftübertragung zwischen den Elementen und damit ein Lastabtrag gewährleistet ist, lassen sich die Bauteile nicht schnell und sauber genug versetzen und nicht einfach genug demontieren. Besonders die Schwierigkeiten die sich damit für die Wiederverwendung von Bauteilen ergeben, widersprechen dem Prinzip der Nachhaltigkeit im Fertighausbau.

Ziel des Projekts war der Entwurf der Fertigteile und eines Wohnhauses, das die Besonderheiten der Bauweise widerspiegelt. Um das entwickelte Wand- und Fugenkonzept zu prüfen, wurde ein Produktions- und Montageversuch an zwei Wandelementen durchgeführt. Die Werkstoffeigenschaften (Biegezug- und Auszugsverhalten, Wärmeleitfähigkeit) der Leichtbetonproben wurde mit den entsprechenden DIN-Verfahren getestet.     

 

Ergebnisse:

  • Die Mischungen aus Suspensionsbeton und Zuschlägen von Misapor und Liapor, die als Ausgangsmaterial in Frage kommen, verfügen über gute statische Eigenschaften. Die Wärmeleitung ist jedoch zu hoch und würde zu einer inakzeptablen Wandstärke führen. 
  • Um mit Schaumbeton die erforderlichen Dämmwerte zu erzielen, ist eine Rohdichte von 150 – 200 kg/m3 erforderlich. Aufgrund der niedrigen Dichte des Stoffes ist es daher notwendig, eine schwerere, schützende Vorsatzschale zu betonieren. Für die Dämmschicht der Sandwichwand eignen sich aus diesem Grund Porenbetonsteine besser.    
  • Das Fugenkonzept powercon kann die auftretenden Lasten sicher übertragen.

Weitere Projektdaten

Projekttitel: Homes (24) - Das schnellste Haus der Welt - Praxisnahe Untersuchung und Demonstration der Einsatzfähigkeit innovativer Montagetechnologie für den integrierten Fertighausbau im Bereich des Massivbaus an konkreten Objekten

Projektnummer: 01RI0722A

Projektzeitraum: 2007 - 2009

Projektort: Deutschland (Baden-Württemberg)

Projektansprechpartner:

Herr Dr.-Ing. Prochiner

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Publikation ansehen

Quelle: Technische Informationsbibliothek Hannover (TIB)