Deponierung

Grundlagenuntersuchungen zum Dickstoffverfahren mit chemisch-toxischen Abfällen, insbesondere MVA-Filteraschen, im Salinar

Als Basis für die weitere Prozessentwicklung des Dickstoffverfahrens wurden hier eine Vielzahl von Untersuchungsergebnissen zusammengetragen und dokumentiert. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Zusammensetzung der Filteraschen gelegt sowie auf das Fließ- und Verfestigungsverhalten ihrer Suspensionen.

 

Zusammenfassung

In Deutschland fallen jährlich etwa 50 Mio. Mg Siedlungsabfall an. Rund ein Viertel davon wird Müllverbrennungsanlagen (MVA) zugeführt. Durch die Verbrennung werden die organischen Bestandteile zerstört. Als chemisch-toxisches Potenzial verbleiben die Schwermetalle in den Verbrennungsrückständen.

Bei der Deponierung der belasteten Filterstäube in Salzbergwerken ergibt sich die Notwendigkeit, den Hohlraum möglichst vollständig und stabil auszufüllen. Hier bietet sich für Transport und Einbringung das so genannte Dickstoffverfahren an. Kern dieses hydraulischen Verfahrens ist die Behandlung der zu deponierenden Abfälle mit einer Trägerflüssigkeit und einem Bindemittel.

Dieses Projekt hatte zur Aufgabe, die anfallenden Stoffe aus der Rauchgasreinigung einer tiefergehenden Analyse zu unterziehen, um ein tragfähiges Fundament für das Dickstoffverfahren zu schaffen.

Ergebnisse:

  • Im Rahmen der Untersuchungen wurden die Rückstände aus der Rauchgasreinigung von MVA erfasst und charakterisiert.
  • Besonderes Augenmerk wurde auf die Schwermetallverbindungen gelegt.
  • Das Fließverhalten von Suspensionen mit Aschen aus MVA und ihre Verfestigung wurden zunächst im Labor und im weiteren Fortgang vor Ort in einem Bergwerk untersucht.

Die Vorgehensweise und auch die Ergebnisse der durchgeführten Einzeluntersuchungen sind in dem knapp 600 Seiten umfassenden Forschungsbericht ausführlich beschrieben.

Projektbeteiligte

Durchführende Institution

Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Institut für Strömungstechnik und Thermodynamik (ISUT)

Kooperationspartner

Kali und Salz Entsorgung GmbH

Institut für Baustoff- und Umweltschutztechnologie GmbH, Weimar

Weitere Projektdaten

Projekttitel: Grundlagenuntersuchungen zum Dickstoffverfahren mit chemisch-toxischen Abfällen, insbesondere MVA-Filteraschen, im Salinar

Projektnummer: 02C0486/7

Projektzeitraum: 1997 - 2000

Projektort: Deutschland (Sachsen-Anhalt)

Projektansprechpartner:

Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Hans Joachim Kecke

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++ 49/391/67-18569

++ 49/391/67-12840

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Quelle: Technische Informationsbibliothek Hannover (TIB)