Mechanisch-Biologische Behandlung

Mechanisch-biologische Restmüllbehandlung und Auswirkungen auf die Deponierung

Die im Rahmen dieses komplex angelegten Forschungsvorhabens ermittelten Ergebnisse liefern ein fundiertes Gesamtbild zur Leistungsfähigkeit von Restabfallrottesystemen unter Einbeziehung von abfallwirtschaftlichen und ökologischen Aspekten. Darauf aufbauend wird ein Systemvergleich mit Müllverbrennungsanlagen vorgenommen.

 

Zusammenfassung

Die umfangreichen Untersuchungen zu diesem Projekt fanden im Rahmen des Gesamtvorhabens „Mechanisch-biologische Behandlung von zu deponierenden Abfällen“ statt. Die Verknüpfung der Ergebnisse soll eine fundierte Gesamtbetrachtung der Leistungsfähigkeit verschiedener Restabfallrotte-Systeme unter Einbeziehung von abfallwirtschaftlichen und ökologischen Aspekten ermöglichen.

 

Das Forschungsvorhaben wurde auf der großtechnischen Anlage zur mechanisch-biologischen Restmüllbehandlung (MBA) in Quarzbichl, Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, durchgeführt. 

Das Arbeitsprogramm erstreckte sich auf fünf Themenbereiche:

  1. Restabfallzusammensetzung (Charakterisierung von Haus-/Gewerbemüll und Baustellen-Mischabfall bezüglich deren Eignung für unterschiedliche materialspezifische Behandlungs- und Verwertungsverfahren)
  2. Mechanische Aufbereitung und Konfektionierung (Beurteilung der Leistungsfähigkeit zur Trennung von Stoffströmen)
  3. Leistungsfähigkeit biologischer Behandlungsstufen (Vergleich von rein aeroben Verfahren mit anaeroben Varianten hinsichtlich Abbauleistung und Stabilisierung organischer Substanzen)
  4. Parameter zur Beschreibung der biologischen Stabilität (Entwicklung von Prüfmethoden, Ableitung von möglichen Richtwerten und Vergleich mit den gängigen Richtwerten Glühverlust und TOC)
  5. Ökologische Bewertung der mechanisch-biologischen Restabfallbehandlung und der Müllverbrennung auf Basis von Energie- und Schadgasbilanzen

 

Die jeweiligen Einzelergebnisse zu den behandelten Themenkomplexen sind im Abschlussbericht ausführlich dokumentiert und diskutiert. Sie zeigen unter anderem, dass

  • die Einbaudichte nach einer mechanisch-biologischen Behandlung um bis zu 70 % höher liegt als bei unvorbehandelten Abfällen.
  • die MBA-Varianten beim Systemvergleich mit Müllverbrennungsanlagen (MVA) Vorteile in den Bereichen Treibhauspotential und Freisetzung toxischer Stoffe aufweisen.
  • die untersuchten Varianten zu MVA bei der Bildung von Photooxidantien besser zu bewerten sind.

Weitere Projektdaten

Projekttitel: Biologische Vorbehandlung von zu deponierenden Abfällen: Stabilisierung von Restmüll durch mechanisch-biologische Behandlung und Auswirkungen auf die Deponierung

Projektnummer: 1480945/6

Projektzeitraum: 1995 - 1998

Projektort: Deutschland (Hessen)

Projektansprechpartner:

Herr Dr. Müller

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Quelle: Technische Informationsbibliothek Hannover (TIB)