Mechanisch-Biologische Behandlung

Einsparung an Rohstoffen und Reduzierung der Umweltbelastung durch Verbesserung des Ausbringens bei der Erzeugung von Stahlbändern

Das in Deutschland etablierte FABER-AMBRA®-Verfahren zur mechanisch-biologischen Abfallvorbehandlung lässt sich auch unter den klimatischen und abfallwirtschaftlichen Bedingungen Brasiliens erfolgreich einsetzen. Durch die Vorbehandlung werden die organische und die Schwermetallbelastung des Sickerwassers der Deponien sowie deren Gasemission stark reduziert.

 

Zusammenfassung

Die Urbanisierung in Brasilien erfordert die Forcierung von abfallwirtschaftlichen Maßnahmen, um Gesundheitsgefahren durch die Ablagerung von Abfällen zu reduzieren. In Deutschland arbeiten seit vielen Jahren Anlagen zur Restabfallbehandlung nach dem FABER-AMBRA®-Verfahren, einem technisch einfachen aeroben Verfahren zur Abfallvorbehandlung, das die Auswirkungen der Abfallablagerung auf Deponien stark reduziert.

Im vorliegenden Projekt sollte untersucht werden, ob dieses Behandlungsverfahren auch unter den klimatischen und abfallwirtschaftlichen Bedingungen Brasiliens zu einer vergleichbaren Stabilisierung der Abfälle führt.

Zu diesem Zweck wurden zwei Rottemieten nach dem FABER-AMBRA®-Verfahren aufgebaut und ein Jahr lang betrieben. In diesem Zeitraum wurden Temperatur- und Gasmessungen in den Mieten vorgenommen und in vierteljährlichem Abstand Feststoffproben zur Analyse entnommen. In drei Deponiesimulationsreaktoren wurde das Verhalten von vorbehandelten und Frischabfällen nach der Deponierung verglichen.

Ergebnisse:

  • Eine Vorbehandlung von Abfällen mit dem FABER-AMBRA®-Verfahren ist unter in Brasilien herrschenden Randbedingungen möglich und erfolgreich.
  • Durch die Vorbehandlung werden die organische und die Schwermetallbelastung des Deponiesickerwassers deutlich reduziert. Auch die Gasemissionen werden stark verringert.
  • Aus dem Versuchsbetrieb resultieren eine Reihe von Vorgaben für die mechanische Aufbereitung der Abfälle und den Aufbau der Rottemieten.

Weitere Projektdaten

Projekttitel: Einführung der FABER-AMBRA® in Rio de Janeiro, Brasilien

Projektnummer: 0281203

Projektzeitraum: 1999 - 2001

Projektort: Deutschland (Niedersachsen, Rheinland-Pfalz), Brasilien

Projektansprechpartner:

Wolfgang Tönges

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++ 49/6731/492-117

++ 49/6731/492-116

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Quelle: Technische Informationsbibliothek Hannover (TIB)