Abwasservorbehandlung

Integrierte Ver- und Entsorgungssysteme für urbane Gebiete

Als Alternative zum klassischen Wassernutzungssystem gilt das DESAR-Konzept, "Decentralised Sanitation and Reuse". Es basiert auf dezentralen und kostengünstigen Systemlösungen, die mit geringen spezifischen Wasserverbräuchen arbeiten. Im Mittelpunkt stehen hierbei ursprungsnahe Behandlungen der Stoffströme und die Wasser-Wiederverwendung. 

 

Zusammenfassung

Im Rahmen dieses Projekts wurde eine Studie über die Verbreitung und den Einsatz von dezentralen Ver- und Entsorgungssystemen im In- und Ausland erarbeitet. Anlass hierfür gab der Umstand, dass die herkömmlichen Wassermanagementkonzepte in vielfacher Hinsicht den Kriterien der Nachhaltigkeit widersprechen.

Die dargestellten Ergebnisse basieren aus einer schriftlichen Befragungsaktion von Forschungsgruppen, Institutionen und Leitern von Pilotprojekten.

Als ein vielversprechendes Konzept für die zukünftige Siedlungswasserwirtschaft gilt DESAR (Decentralised Sanitation and Reuse), auch EcoSan (Ecological Sanitation) genannt. Es basiert auf der ursprungsnahen Behandlung von Stoffströmen und der Wasser-Wiederverwendung.

 

Seine Charakteristika sind

  • Senkung des Trinkwasserverbrauchs,
  • Vermischungsverbot für Haushalts-Stoffströme,
  • Erschließung von Stoff- und Wasserkreisläufen,
  • Vermeidung von Nährstoffbelastungen in Oberflächengewässern,
  • Verminderung des Energieaufwands (Transport, Behandlung).

 

Das DESAR-Konzept kann eingesetzt werden

  • in ländlichen, dünn besiedelten Gebieten,
  • im mobilen Einsatz, z.B. auf Schiffen und in Zügen,
  • in ariden Siedlungsgebieten,
  • in Stadtrandgebieten, die naturnah verbleiben sollen,
  • in Megastädten in Südamerika und Asien, wo eine flächendeckende Kanalisation nicht realisierbar ist.

Als Betreibermodelle für DESAR-Technologien bieten sich Build-Operate-Transfer-Modelle an.

Weitere Projektdaten

Projekttitel: Integrierte Ver- und Entsorgungssysteme für urbane Gebiete

Projektnummer: 02WA0067

Projektzeitraum: 2000 - 2001

Projektort: Deutschland (Bayern)

Projektansprechpartner:

Herr Prof. Dr.-Ing. Wilderer

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Quelle: Technische Informationsbibliothek Hannover (TIB)Technische Informationsbibliothek Hannover (TIB)