Chem.-Physik. Abwasserbehandlung

Entwicklung eines halbtechnischen Verfahrens zur kombiniert photo- und sonochemischen Dekontamination schadstoffbelasteter Wässer

Die gleichzeitige Anwendung von Ultraschall und UV-Strahlung verbessert den Abbau von umweltgefährdenden Stoffen wie Chlororganika, Nitroaromaten, Antibiotika und Atrazinen aus dem Grundwasser und senkt die Behandlungskosten. Bei geringen Durchflußgeschwindigkeiten erzielte diese Verfahrenskombination ihre maximale Schadstoffreduzierung.

 

Zusammenfassung

Aufgabe dieses Forschungsprojekts war es, so genannte AOP-Verfahren ("Advanced Oxidation Processes") zu erweitern und zu verbessern, die mit Hilfe UV-aktivierbarer Oxidationsmittel hochtoxische bzw. schwer abbaubare Verbindungen wie Chlororganika, Nitroaromate, Antibiotika oder Atrazine mineralisieren.

Deshalb wurde untersucht, ob die gleichzeitige Anwendung von Ultraschall und UV-Strahlung die Effizienz des Schadstoffabbaus steigern und die Kosten der Grundwasserreinigung senken kann.

Es erfolgten Labor- und halbtechnische Untersuchungen mit belastetem Grundwasser. In der Technikumsanlage (1 - 5 m3/h) betrug der Energieeintrag durch den hochfrequenten Ultraschall 0,4 kW und die UV-Strahlung 2,16 kW. In Abhängigkeit von den Schadstoffen, deren Konzentration und dem Oxidationsmittel wurden Durchflussgeschwindigkeiten von 0,45 - 2,5 m3/h realisiert.

Ergebnisse:

  • Bei geringen Durchflussgeschwindigkeiten wurde eine maximale Schadstoffreduzierung durch synergistische Effekte der kombi¬nierten Ultraschall- und UV-Behandlung beobachtet.
  • Der Ultraschall wirkt sich im Kombinationsverfahren positiv aus, wenn hochkontaminierte Industrieabwässer behandelt und höhere Aufenthaltszeiten realisiert werden, vor allem, indem er die Belagbildung auf den UV-Strahleroberflächen verhindert.
  • Dieses Kombinationsverfahren zeichnet sich durch eine kompakte Bauweise, niedrige Investitionskosten und einen Leistungsbereich von 5 - 10 kW aus. Darüber hinaus kann es in der chemischen Industrie in bereits vorhandene Abwasseraufbereitungsanlagen integriert werden.

Projektbeteiligte

Durchführende Institution

PREUSSAG Wassertechnik GmbH - Niederlassung Zwingenberg

Kooperationspartner

Universität Leipzig (Institut für Anorganische Chemie)

PWT Wasser- und Abwassertechnik GmbH, Zwingenberg, Büro Schkeuditz

Weitere Projektdaten

Projekttitel: Entwicklung eines halbtechnischen Verfahrens zur kombiniert photo- und sonochemischen Dekontamination schadstoffbelasteter Wässer

Projektnummer: 02WA9820/2

Projektzeitraum: 1998 - 2001

Projektort: Deutschland (Hessen)

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Quelle: Technische Informationsbibliothek Hannover (TIB)