Chem.-Physik. Abwasserbehandlung

Biosynthese reaktiver Eisenmineraloberflächen für die Wasseraufbereitung

Bei der Aufbereitung von Abwasser eines Braunkohlebergbaus fällt Schwermannit als Reststoff an. Da Schwermannit in hoch alkalischen Wässern chemisch reagiert und eine reaktive Mineraloberfläche bildet, wird im Rahmen des Vorhabens versucht diese Eigenschaft zur Schadstoff-Adsorption zu nutzen. Insbesondere arsenhaltige Abwässer sollen so durch Adsorption gereinigt werden.

 

Zusammenfassung

Wasseraufbereitungstechnologien für kontaminiertes Wasser und insbesondere arsenhaltiges Wasser werden weltweit benötigt. Jedoch sind diese aktiven Behandlungsanlagen mit hohen Betriebskosten verbunden und werden daher in ländlichen Regionen selten eingesetzt. Das Vorhaben versuchte ein kostengünstigeres Verfahren zur Abwasserreinigung zu entwickeln. Neben der Optimierung des Verfahrens der Schwermannit-Synthese, wurden auch die Wechselwirkungen zwischen der reaktiven Eisenmineraloberfläche und Arsen genauer untersucht.

 

Ergebnisse:

  • Der biotechnologische Prozess der Schwermannit-Synthese konnte erfolgreich optimiert werden.
  • Wesentliche Erkenntnisse zur kristallografischen Beschreibung der Schwermannit-Struktur und zu den Mechanismen seiner Bildung konnten gewonnen werden.
  • Kenntnisse über die Transformationskinetik und die Wechselwirkungen zwischen Arsen und Schwermannit konnte genutzt werden.
  • Das Verfahren konnte in einem Pilotprojekt erfolgreich validiert werden.
  • Die Verwertung des Reststoffs Schwermannit hat sowohl ökonomische als auch ökologische Vorteile.

Weitere Projektdaten

Projekttitel: Entwicklung und Optimierung eines Verfahrens zur Biosynthese reaktiver Eisenmineraloberflächen für die Wasseraufbereitung (SURFTRAP)

Projektnummer: 03G0714

Aktenzeichen: Text

Projektzeitraum: 2008 - 2012

Projektort: Deutschland (Bayern, Sachsen)

Projektansprechpartner:

Herr Prof. Dr. Peiffer

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Quelle: Technische Informationsbibliothek Hannover (TIB)