Energiekonzepte

Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB)

Die AGEB wurde von sieben Verbänden der deutschen Energiewirtschaft und drei auf dem Gebiet der energiewirtschaftlichen Forschung tätigen Instituten gegründet. Sie wertet die vorhandenen Statistiken aus allen Gebieten der Energiewirtschaft nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten aus, erstellt Energiebilanzen und macht diese der Öffentlichkeit zugänglich. Die AGEB erstellt jedes Jahr eine Energiebilanz der Bundesrepublik Deutschland. Diese gibt ein umfassendes und detailliertes Bild der deutschen Energiewirtschaft. Außerdem werden vierteljährlich Daten zum Primärenergieverbrauch veröffentlicht.

Berlin-Brandenburg Energy Network e.V.

Als Verbindungungsglied zwischen Wirtschaft, Politik und Wissenschaft ist das Berlin-Brandenburg Energy Network e.V. (BEN) die zentrale Interessenvertretung der Energiewende in Berlin-Brandenburg. Der Verein fördert die dezentrale Energieerzeugung, bevorzugt durch regionalen Unternehmen. Die Mitglieder verteilen sich entlang der gesamten Wertschöpfungskette der erneuerbaren Energien.

Institut für ZukunftsEnergie- und Stoffstromsysteme gGmbH (IZES)

Das IZES wird seit 2005 als gemeinnützige GmbH geführt. Hauptgesellschafter sind neben dem Land, die Stadtwerke Saarbrücken Netz AG, die VSE AG, die STEAG New Energies GmbH, die Pfalzwerke AG, die Enovos Deutschland SE, die htw saar (Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes) und die Universität des Saarlandes. Ziel der IZES gGmbH ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung sowie des Umweltschutzes, insbesondere durch anwendungsnahe Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet nachhaltiger Energie- und Stoffstromsysteme. Die IZES gGmbH gliedert sich in die fünf Arbeitsfelder Energiemärkte, Infrastruktur und Kommunalentwicklung, Stoffströme, Technische Innovationen und Umweltpsychologie.

Kompetenznetzwerk Umweltwirtschaft.NRW - KNUW

Mit dem Ziel die Umweltwirtschaft in NRW über eine Identifizierung und verbesserte Nutzung von nationalen und internationalen Marktchancen zu stärken wurde das Kompetenznetzwerk Umweltwirtschaft.NRW (KNUW) ab 2017 aufgebaut. Es fungiert als Partner und Netzwerkmanager für den Austausch zwischen Unternehmen, Forschung, Verbänden, Hochschulen, Regionalagenturen und der Wirtschaftsförderung auf regionaler und lokaler Ebene. Regelmäßige Technologiescreenings helfen den Netzwerkpartnern technische und organisatorische Neuerungen in den Teilmärkten der Umweltwirtschaft zu erkennen und zu nutzen. Etablierte Akteure, wie Regionalentwicklungsagenturen, EFA-Regionalbüros, Klimaschutznetzwerke und Wirtschaftsförderungen erhalten Angebote und Unterstützung bei fachbezogenen Projekten wodurch ihre Einbindung in die Umweltwirtschaftsstrategie des Landes NRW gestärkt wird. Veranstaltungsangebote, Förderinformationen und thematische Beiträge und Services zu aktuellen Fachthemen werden online vom und für das Netzwerk bereitgestellt. Gefördert wird die Initiative durch Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen.

NETZWERK ENERGIEWENDE JETZT e.V.

Für die Vision einer Energieversorgung mit erneuerbaren Energien, die demokratischen, sozialen und ökologischen Werten entspricht, wurde von und für BürgerInnen, die gemeinsam die lokale und regionale Energiezukunft gestalten und sich dazu in Energiegenossenschaften und Bürgerenergiegesellschaften für erneuerbare Energien engagieren, dieses Netzwerk gegründet. Das Netzwerk führt Energiegenossenschaften die für eine Energiewende in Bürgerhand eintreten und aktiv sind zusammen und unterstützt insbesondere mit Weiterbildungen und Tagungen die Gründung und Entwicklung von Energiegenossenschaften. Über ein Webportal und verschiedene Informationsmedien werden aktuelle Informationen zu Energiegenossenschaften und der Energiewende in Bürgerhand bereitgestellt, eine vom Netzwerk vorgehaltene Datenbank hat Einträge zu über 800 Energiegenossenschaften und in diesem Bereich tätigen Projektentwicklern bundesweit und ermöglicht darüber direkten Zugang zu diesen.

Technische Universität Hamburg, Institut für Umwelttechnik und Energiewirtschaft (IUE)

Im Mittelpunkt der Forschung, Lehre und des Technologietransfers an der Technische Universität Hamburg steht das Leitmotiv, Technik für die Menschen zu entwickeln. Das Institut für Umwelttechnik und Energiewirtschaft (IUE) beschäftigt sich mit den technischen, ökologischen und ökonomischen Aspekten von Energie- und Industriesystemen unter besonderer Berücksichtigung von regenerativen Energien. All diese Forschungsaktivitäten finden unter dem übergeordneten Ziel eines verbesserten systemischen Verständnisses der technischen, ökologischen und ökonomischen Bestimmungsfaktoren derartiger Energiesysteme statt. Ausgehend davon wird die Umsetzung und Optimierung solcher Systeme erforscht und entwickelt. Um diese Ziele zu realisieren, werden neue Modellansätze entwickelt, innovative Bewertungsmethoden erarbeitet, Labor- und Technikumsexperimente durchgeführt und innovative Messmethoden eingesetzt, existierende Anlagen optimiert und Ansätze für die nachvollziehbare Quantifizierung von Nachhaltigkeitskriterien entwickelt. Die Forschungsgebiete umfassen: Effiziente Energiesysteme und Produktionsverfahren, Energiewirtschaft/Systemanalyse, Regenerative Energien/Bioenergie, Bioökonomie/Bioraffinerie,  Mess- und Bewertungsmethoden, Abfall- und Bioressourcenwirtschaft, Recycling und Stoffkreisläufe sowie Deponietechnik.

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)

Dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit obliegt in der Bundesrepublik Deutschland die Zuständigkeit für verschiedene  Politikbereiche, wesentliche davon spiegeln sich in der Namensgebung des Ministeriums wider. Bis 1986 kümmerten sich innerhalb der Bundesregierung drei verschiedene Ministerien um Belange des Umweltschutzes: das Innenministerium, das Landwirtschafts- und das Gesundheitsministerium. Mitte des gleichen Jahres wurde dann erstmals ein eigenständiges Ministerium für die Umweltpolitik des Bundes geschaffen, das damalige Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU). Im Verlauf der folgenden Jahrzehnte wurden der Behörde zeitweilig zusätzliche Zuständigkeiten übertragen, darunter für Stadtentwicklung, Wohnen, ländliche Infrastruktur, öffentliches Baurecht, Bauwesen, Bauwirtschaft sowie Bundesbauten, was mit Änderungen in der Bezeichnung (z.B. BMUB zwischen 2013 und 2018) einherging. Aktuell hat das Ministerium auch die Verantwortung für die Verbraucherschutzpolitik inne und firmiert daher unter dem erweiterten Kürzel BMUV. Unverändert besteht dessen Hauptaufgabe darin, dass der Schutz der Bevölkerung vor Umweltgiften und Strahlung, ein kluger und sparsamer Umgang mit Rohstoffen, der Schutz des Klimas sowie eine Nutzung der natürlichen Lebensgrundlagen, bei der die Vielfalt von Tier-, und Pflanzenarten und ihre Lebensräume erhalten bleiben, sichergestellt wird. Kernaufgabe ist dafür die Vorbereitung gesetzlicher Regelungen, um die rechtlichen Rahmenbedingungen in den Zuständigkeitsfeldern zu gestalten, auch die Ausgestaltung des Ordnungsrechtes und die Umsetzung von EU-Richtlinien in nationales Recht fällt darunter. Zu den weiteren Arbeitsfeldern gehören die finanzielle Förderung von Forschung und Entwicklung, die Unterstützung bei der Markteinführung innovativer Technologien, die Zusammenarbeit auf nationaler und internationaler Ebene sowie die Kommunikation für breite gesellschaftliche Beteiligung und Akzeptanz beim Schutz und sorgsamen Umgang mit Umwelt und Resourcen.

Bundesministerium für Wirtschaft (BMWi)

Das Bundesministerium für Wirtschaft nimmt als eine oberste Behörde der Bundesregierung für die Bundesrepublik Deutschland gesetzgeberische, administrative und koordinierende Funktionen in der Energie-, Industrie- und Innovationspolitik sowie in der Wettbewerbs-, Mittelstands-, und Europapolitik wahr. Seine zentrale Aufgabe ist es mit einer zukunftsgerichteten Wirtschaftspolitik dauerhafte Perspektiven für Beschäftigung, Investitionen und Wachstum am Standort Deutschland zu sichern. Leitbild hierfür ist eine an den Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft ausgerichtete Politik. Wesentliche Handlungsfelder bilden für das Ministerium dabei die Unterstützung und Förderung mittelständischer Unternehmen und Existenzgründer, Investitionen und Innovationen anzuschieben und zu begleiten, die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandortes Deutschland zu erhalten, auszubauen sowie die dafür benötigten Rahmenbedingungen zu schaffen. Hierbei steht es auch in der Verantwortung, dass wichtige Herausforderungen der Zeit, wie die Digitalisierung, Auswirkungen des demographischen Wandels, Energiewende und andere wirtschaftliche Transformationsprozesse für Klimaschutz wie auch zukünftiges Wachstum und Wohlstandssicherung ausreichend berücksichtigt und angegangen werden. Um diesem anwachsenden Aufgabensprektrum vermehrte Aufmerksamkeit zu geben und gerecht zu werden, führt das Ministerium aktuell die Bezeichnung Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz.

Kompetenznetzwerk Wasser und Energie e.V.

Entlang der Wertschöpfungsketten Wasser, Abwasser und erneuerbare Energien haben Institute und Unternehmen aus Nordbayern und Mitteldeutschland ihre Kompetenzen, Erfahrungen und Technologien vernetzt. Im Mittelpunkt stehen die Entwicklung von maßgeschneiderten Systemlösungen, Realisierung von Projekten und der fachliche Austausch von Informationen sowie die Nachwuchsförderung. Hierdurch sollen die Netzwerkpartner und die Region eine Stärkung erfahren. Das so entstandene Kompetenznetzwerk bietet zahlreiche Dienstleistungen an, die über die einzelnen Netzwerkpartner abgerufen werden können. Hierdurch findet eine gegenseitige Unterstützung und Förderung durch die Netzwerkmitglieder statt, aber auch Nichtmitgliedern wird die Möglichkeit gegeben, auf den exklusiven Service des Netzwerkes zuzugreifen. Zu den Initiativen die auf diese Weise eine Zusammenführung erfahren gehören z.B. das ENERGIEEFFIZIENZNETZWERK HOCHFRANKEN und das für die Region um Hof, Kulmbach und Wunsiedel gebildete Mobilitätsnetzwerk HO/KU/WUN. Die  Netzwerkinitiativen partizipieren an der Förderung über die Nationale Klimaschutzinitiative des  Bundesumweltministeriums.